Dauerausstellung in der Gedenkstätte Buchenwald

Eingeladener Wettbewerb für die Dauerausstellung

Der Entwurf für die Dauerausstellung der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar (Thüringen) verfolgte ein Konzept, das Architektur, Raum und historische Relikte miteinander verbinden wollte. Da nach der Befreiung ein Großteil der originalen Bausubstanz verschwand, wird der Ort heute durch architektonische und künstlerische Eingriffe gestaltet, die den historischen Raum rahmen, ohne ihn rekonstruktiv nachzubilden.

Im Zentrum unseres musealen Konzepts standen die Originalobjekte als Relikte, die als unmittelbare Träger von Geschichte verstanden wurden. Auch unscheinbare Gegenstände besitzen eine hohe Aussagekraft und ermöglichen einen direkteren Zugang zur Vergangenheit als reine Textvermittlung. Die Objekte sollten weitgehend für sich selbst sprechen, und von Kunstwerken im kleinbürgerlichen Geist des Nationalsozialismus flankiert werden. Texte und Dokumente hatten eine ergänzende, erklärende Funktion zu übernehmen.

Insgesamt sollte so ein Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart entstehen, in dem Raum, materielle Überreste und symbolische Elemente zusammenwirken, um eine reflektierte und lebendige Erinnerungskultur zu fördern.

Dokumentation Dauerausstellung in der Gedenkstätte Weimar-Buchenwald

Bearbeitung:
Frances Drew Elgood
Hasso von Elm
Jürg Steiner
Manuel Weber

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Architektur

Gaststättenerweiterung Gut Sarnow

bei Groß Schönebeck, Schorfheide

Die Design Agentur Berliner Zimmer entwickelte sich Anfang der 1990er Jahre rasant, indem sie ihr Betätigungsfeld zur Werbeagentur erweiterte. Auch für das neu erworbene Gut Sarnow hatte sie Großes vor. Die Baulichkeiten des Anwesens waren indessen wenig ansprechend. Den Gesellschaftern war deshalb an einer zeitgemässen Erweiterung der Gaststätte gelegen – nicht nur um den Andrang am Wochenende zu meistern, sondern auch um ein deutliches Zeichen zu setzen.

El Dorado – Das Gold der Fürstengräber

Altes Museum, Berlin-Mitte

Manuela Fischer konzipierte die Schau für das Berliner Völkerkunde-Museum. Der schmucklose Innenraum des Alten Museums aus den 1950er Jahren rückten wir durch die Abhängung mit roten Stoffbahnen in den Hintergrund.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Ausstellung

China – Wiege des Wissens – 7000 Jahre Erfindungen und Entdeckungen

Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

Die Ausstellung bestand vornehmlich aus Rekonstruktionen chinesischer Erfindungen. Um ihrer weitgehend didaktischen Intention zu entsprechen, wurde eine Ausstellungslandschaft auf modularer Basis entwickelt, die die Objekte integrierte und den meist jugendlichen Besuchern den Zugang erleichterte.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Ausstellung

Orangerie ‘93

Internationaler Kunsthandel im Schloss Charlottenburg

1993 fand die Kunsthandelsausstellung ›Orangerie‹ zum letzten Mal in den namensgebenden Räumen des Berliner Schlosses Charlottenburg statt. Bernd Schultz, der Motor der Veranstaltungsreihe, hatte inzwischen sein Amt weitergegeben. Es war auch die letzte Orangerie, die Jürg Steiner gestaltete.

Beleuchtung zweier Säle

Märkisches Museum, Berlin

Gemeinsam mit der Kommissarischen Direktorin des Museums, Renate Altner, und dem Chefrestaurator, Prof. Ingo Timm, entwickelte Jürg Steiner im Auftrag der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten zwei sensible, in sich geschlossene Beleuchtungssysteme. Beide Räume haben aufwändig vertäfelte Holzdecken, die dennoch zu unterschiedlichen Lösungen führten. 

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Design, Licht

Werkstatt

Mehringdamm, Berlin-Kreuzberg

Für einen Architekten, der gerne erfindet, konstruiert und experimentiert, ist eine entsprechende Werkstatt sehr hilfreich. Neben einer Kleinstproduktionsstätte in der Crellestraße verfügte die Museumstechnik GmbH 1993 auch über eine veritable Erfinderwerkstatt – dank der engagierten Geschäftsführer Sybille Fanelsa und Uwe Kolb und dank guter Mitarbeiter wie Fred Maikowski, der hier gerade eine Langfeldleuchte montiert. Zu erkennen ist im Hintergrund auch ein Schwerlaststromschienensystem mit Museumsspots und rechts im Bild eine Vitrine für Berliner Kunsthändler. Der allseits beliebte so genannte 28-Rohr-Tisch dient in dieser Werkstatt als Arbeitsfläche. Zusätzlicher Platz war gefragt!

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Architektur

Chinas Goldenes Zeitalter – Die Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und das kulturelle Erbe der Seidenstraße

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund

Im ebenfalls von Jürg Steiner gestalteten Erweiterungsbau des Museums konnte unter der Leitung des Sinologen Dieter Kuhn (Würzburg) und des Leitenden Städtischen Museumsdirektors Wolfgang E. Weick die spektakuläre Ausstellung aus Museen von Dortmunds Partnerstadt Xian gezeigt werden. Insbesondere ein 18 Tonnen schwerer Sarkophag errege Aufsehen.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Ausstellung

Reformationsgeschichtliches Museum

Reformationsplatz 12, Berlin-Spandau

Pfarrer Augustat und Ortrud Kubisch konzipierten für das Erdgeschoss eines historischen Reihenhauses die Ausstellung mit Schätzen aus der Kirchengemeinde Sankt Nikolai. Das ganze Haus ist ein Kirchenmuseum mit Gemeinderäumen, Bibliothek und Café. Umgebaut wurde es von Karsten Westphal. Mit der Gestaltung der Museumsräume und der Ausstellung betraute man uns. An den Außenwänden wurden bis auf 2 m Höhe Klimawände (Temperiersystem) angebracht. Auf deren oberem Absatz befestigte man Glasleuchten mit Spiegel und Linse. Spiegel an den Vitrinen lenken das Licht gezielt auf die Exponate

Fotos 1 bis 12 vom Klaus Riemenschneider
Die Fotos 13 und 14 wurden am 29. März 2001 von Jürg Steiner aufgenommen.

Vorbau – »Chinas Goldenes Zeitalter – Die Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und das kulturelle Erbe der Seidenstraße«

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund

Für die zweite große China-Ausstellung in Dortmund mit dem Titel Chinas Goldenes Zeitalter – Die Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und das kulturelle Erbe der Seidenstraße mit Objekten aus der Partnerstadt Xian galt es, im Stadtbild präsent zu sein. Ein von uns entworfener Vorbau reichte über den vierspurigen viel befahrenen Königswall, an dem auch die von uns eingerichtete Museumserweiterung steht.