Dauerausstellung in der Gedenkstätte Buchenwald

Eingeladener Wettbewerb für die Dauerausstellung

Der Entwurf für die Dauerausstellung der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar (Thüringen) verfolgte ein Konzept, das Architektur, Raum und historische Relikte miteinander verbinden wollte. Da nach der Befreiung ein Großteil der originalen Bausubstanz verschwand, wird der Ort heute durch architektonische und künstlerische Eingriffe gestaltet, die den historischen Raum rahmen, ohne ihn rekonstruktiv nachzubilden.

Im Zentrum unseres musealen Konzepts standen die Originalobjekte als Relikte, die als unmittelbare Träger von Geschichte verstanden wurden. Auch unscheinbare Gegenstände besitzen eine hohe Aussagekraft und ermöglichen einen direkteren Zugang zur Vergangenheit als reine Textvermittlung. Die Objekte sollten weitgehend für sich selbst sprechen, und von Kunstwerken im kleinbürgerlichen Geist des Nationalsozialismus flankiert werden. Texte und Dokumente hatten eine ergänzende, erklärende Funktion zu übernehmen.

Insgesamt sollte so ein Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart entstehen, in dem Raum, materielle Überreste und symbolische Elemente zusammenwirken, um eine reflektierte und lebendige Erinnerungskultur zu fördern.

Dokumentation Dauerausstellung in der Gedenkstätte Weimar-Buchenwald

Bearbeitung:
Frances Drew Elgood
Hasso von Elm
Jürg Steiner
Manuel Weber

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Architektur