Urregal des nachmaligen Systems 180®

Regal aus Rohr mit flachgepressten Enden

Dieses erste Regal aus Rohr mit flachgepressten Enden ist an seinem zweiten Standort 25 Jahre nach der Herstellung fotografiert worden. Die Rohre mit einem Durchmesser von 25 mm und einer Wandstärke von 1,5 mm hatte der Erfinder des Systems 180® in der provisorischen Schlosserei des Martin-Gropius-Baus eigenhändig gesägt, im Schraubstock gepresst und in der Ständerbohrmaschine gelocht.

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Preußen – Versuch einer Bilanz

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg

Für die erste große Ausstellung nach Wiederherstellung des im Krieg stark beschädigten Gebäudes wurde der ›Theatermann‹ Jürg Steiner von der Veranstalterin, der Berliner Festspiele GmbH, mit der Produktionsleitung betraut.

»Schinkelzelt«, Ausstellung »Preußen – Versuch einer Bilanz«

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg

Da der Hauptzugang des ehemaligen Kunstgewerbemuseums direkt an der Berliner Mauer lag, wurde bei der Wiederherstellung der Hintereingang im Süden zum Haupteingang. Als Kassenraum kostruierte Jürg Steiner einen Vorbau, den Ulrich Eckhardt, der Leiter der Berliner Festspiele GmbH, »Schinkenzelt« taufte.

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Karl Friedrich Schinkel – Werke und Wirkungen

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg

Als erste Ausstellung im betriebsfertig wiederhergestellten ehemaligen Kunstgewerbemuseum fand im Frühjahr 1981 diese von der Senatsbauverwaltung veranstaltete Werkschau statt, für die Jürg Steiner die Produktion übernahm und die Lichtgestaltung realisierte. Ausstellungsgestalter waren Jan Fiebelkorn (Räume) und Andreas Reidemeister (Lichthof).

Bühnenertüchtigung

Renaissance-Theater, Berlin-Charlottenburg

Ein Jahr nach der Rekonstruktion der Kassenhalle konnte die nicht allzugroße Bühne des Renaissance-Theaters für ein begrenztes Budget saniert werden. Zu ihrer optimalen Nutzung waren neue Elektroanlagen und Sicherheitseinrichtungen, ein neuer Bühnenboden und endlich eine Obermaschinerie nötig.

Rekonstruktion der Kassenhalle

Renaissance-Theater Berlin-Charlottenburg

Das 1926 in einen bestehenden Versammlungssaal eingebaute Theater in bezauberndem Art Deco Stil ist eines der Meisterwerke des Architekten Oskar Kaufmann und des Innenraumkünstlers Cesar Klein. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Kassenhalle »arisiert«.

Botho Strauß: Trilogie des Wiedersehens

Schaubühne am Halleschen Ufer, Berlin-Kreuzberg

Botho Strauß schrieb das in der Schaubühne in einem Nebenraum einer Kunstgalerie spielende Stück mit treffsicherem Gespür für den damaligen Zeitgeist. Das Publikum saß in der Raumbühne von Karl-Ernst Herrmann nicht etwa an einer Bühnenkante, sondern gleichsam mittendrin und die Inszenierung von Peter Stein verband Akteure und Zuschauer unmittelbar. Es gab keine Bühnenkante, der Gang der vordersten Reihe und die Szenenfläche schmolzen zusammen. Die Werkstätten der Schaubühne am Halleschen Ufer erstellten homogene senkrechte Flächen durch eine nahtlose Textilbespannung vor holzrahmengefassten Gipskartonwänden. Eine kaum sichtbare Stoßkante zeigt die Teilung der Decke. So konnte der hintere Teil der Decke für ein anderes Stück abgefahren werden und bildete dann dessen erhöhte Bühne. Die Szenenfläche und der Gang der ersten Reihe lagen auf der Höhe der fest eingebauten Bühne, die ersten Reihen der Spielstätte wurden somit überbaut.

Friedrich Hölderlin: Die Winterreise nach Hyperion

Die Schaubühne am Halleschen Ufer im Olympia-Stadion Berlin

Der Regisseur Klaus Michael Grüber realisierte zusammen mit dem Szenografen Antonio Recalcati diesen Außenauftritt der Schaubühne. In der Ostkurve des Stadions wurde die Nachbildung des Portals vom Anhalter Bahnhof aufgestellt. Auf den Anzeigetafeln, die damals nur Texte zeigen konnten, waren abwechselnde Kurzzitate Hölderlins zu lesen. 

Shakespeare’s Memory

Schaubühne am Halleschen Ufer in den CCC-Filmstudios, Berlin-Spandau

Unter der Regie von Peter Stein veranstaltete das experimentierfreudige Theater eine Reihe von Shakespeare-Stücken in den CCC-Filmstudios, bekannt durch Edgar Wallace-Filme. Das erste Stück war eine Einführung in die Welt der (englischen) Renaissance.
Das erste Foto zeigt eine Szene, die das zeitliche Zusammentreffen damaliger Entdeckungen in einem Bühnenbild von Karl-Ernst Herrmann vergegenwärtigte. Dafür wurde ein Schiffsrumpf auf Rollen in die richtige Position unter das Spielgerüst gebracht. Jürg Steiner konstruierte diesen nach Plänen historischer Schiffe. Die theatermäßig als »Rohre aus Sperrholz« hergestellten Spanten waren wegen ihrer wechselnden Querschnittsflächen eine besondere Herausforderung für die Tischlerei. Im zweiten Bild folgt das Publikum dem Spiel von Wolf Redl.

Bertolt Brecht: Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer

Schaubühne am Halleschen Ufer, Berlin-Kreuzberg

Der von Bertolt Brecht hinterlassene Entwurf wurde als eine Szenenfolge in der Regie von Frank-Patrick Steckel und Jan Kauenhoven aufgeführt. Das Bühnenbild schuf Karl-Ernst Herrmann: dezimeterhoher Dreck, Wasser, das in der im Vordergrund erkennbaren Rinne gesammelt wurde und vor allem eine fahrbare Panzernachbildung, unterstützten das Spiel der Schauspieler.