Große Orangerie Schloss Charlottenburg, Berlin
Zwei Bauwerke aus System 180® definierten den Außenbereich vor der Orangerie des Schlosses Charlottenburg anlässlich der Ausstellung Preußen 1701 – Eine europäische Geschichte:
Für Kasse, Shop, Garderobe und Vortragssaal galt es, ein temporäres Gebäude zu errichten, das aus einer Bodenplatte, Wandscheiben und einem Dachrost bestand. Die Wände wurden aus Holzrahmen hergestellt, mit einseitiger Glas- oder Sperrholzfüllung. Alle Rahmen hatten die gleichen hochrechteckigen Abmessungen. Den Dachrost bildeten sich rechtwinklig durchdringende Fachwerkträger aus Rohr mit einem Außendurchmesser von 28 mm und einer Wandstärke von 1,5 mm. Die Wandrahmen – verankert in der Bodenplatte und befestigt am Dachrost – nahmen sowohl vertikale Lasten als auch horizontale Windkräfte auf und konnten in einem mit den Statikern von HEG Berlin abgestimmten Abstand positioniert werden, wobei es unerheblich war, ob in der Außen- oder Innenwandebene. Durch die Form des Fachwerks – wie schon bei den ersten ähnlichen Konstruktionen 1989 mit einem Pfosten am Kreuzungspunkt der Fachwerkträger – war es möglich, ein Gefälle einzuplanen: Die Untergurte verliefen waagrecht, in der Obergurtebene war ein Gefälle zur Entwässerung in eine Richtung vorhanden. Die Dachplatten konnten unmittelbar auf den Deckenrost aufgelegt werden.
Regen- und Sonnenschutz
Eine Kombination aus Vierkantholzständern, Rohr-Versteifung und -Auslegern mit einer textilen Bespannung übernahm eine Doppelfunktion: Das Publikum konnte außerhalb der Orangerie wieder zum Eingang gelangen ohne möglicherweise nass zu werden und die direkte Sonneneinstrahlung durch die Fenster der Orangerie wurde im hinterlüfteten Textil absorbiert.
Fotos 1–15: Udo Meinel, Berlin
Die beiden letzten Fotos zeigen den Prototyp nach 25-jährigem Einsatz in der Kärntener Straße 23. Die Fotos wurden am 26. Mai 2026 aufgenommen.
Dokumentation Preußen 1701 – Bilanz einer Krönungsausstellung








































