Preußen 1701 – Eine europäische Geschichte

Große Orangerie Schloss Charlottenburg, Berlin

Die Orangerie des Charlottenburger Schlosses gilt bei manchen als schwer bespielbarer Raum. Hervorzuheben ist, dass die ungewöhnliche Raumtiefe geradezu einen Archetyp barocker Festarchitektur ermöglicht.Die Raumtiefe von über 100 Metern ließ 2001 die Konstruktion von Perspektiven wie in keinem anderen Ausstellungsraum zu. Der axiale Sichtbezug öffnete sich im Lauf des Ausstellungsrundgangs nach links und rechts in Vertiefungszonen. Die Nähe zur Gestaltungswelt und Dramaturgie des barocken Theaters wurde durch quer eingestellte Wände betont. Nach dem Vorspiel leitete die Einführung der Protagonisten zum zentralen Höhepunkt über. Nach der Entstehung des jungen Königreichs folgte das Finale mit dem Tod des ersten Königs.
Ein multifunktionaler, temporärer Vorbau (zweitletztes Bild) und ein kombinierter Sonnen- und Regenschutz vor der Südfassade (letztes Bild) komplettieren das umfassende Gestaltungswerk.

Zu diesem Projekt ist 2001 die 80-seitige Publikation Preußen 1701 – Bilanz einer Krönungsausstellung, herausgegeben von Jürg Steiner in Zusammenarbeit mit Christoph Lind, im Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen und Berlin, veröffentlicht worden – mit reichhaltiger Bebilderung und dem Festvortrag Christoph Stölzls vom 8. Mai 2001.

Publikation Preußen 1701– Bilanz einer Krönungsausstellung

Bilder 1–2, 4–6 und 28–29: Udo Meinel, Berlin
Bild 3: Ulrich Schwarz, Berlin
Panoramafotografien (Bilder 13–26): Arne Psille und Sebastian Ahlers, Deutsches Historisches Museum