Villa Grisebach

Auktionshaus in der Fasanenstraße 25, Berlin-Charlottenburg

Der Kunsthändler und Auktionator Bernd Schultz betraute uns mit der Innenarchitektur des im Krieg stark beschädigten Stadthauses, der späteren Villa Grisebach, das der Architekt Hans Grisebach für seine Familie, seinen Bruder und sein Büro 1892 auf einem nur 13 m breiten Grundstück im Blockrand errichtete. Seit Jahrzehnten sind die innovativen, textilen Lichtdecken in den unteren Geschossen Vorbild für manches Museum, wie die Sonderausstellungssäle des Berliner Kulturforums. Der Stableuchter im Eingangsfoyer (Bild 1) schafft den Spagat zwischen gezielter Beleuchtung und festlicher Atmosphäre. Die drei verschiedenen Raumaufteilungen – klassische Galerie in den beiden unteren Geschossen, Auktionssaal im zweiten und Galerie für kleinere Formate im dritten Stock zeugen von der intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit von Bauherrschaft und Innenarchitekt.
Für das dritte Obergeschoss entwickelten wir ein modulares Wandsystem, das seither für viele Ausstellungen adaptiert wurde (Bilder 13 bis 19). Die Wände bestehen aus einer Stahlrahmenkonstruktion und sind mit höhenverstellbaren Bodenrollen ausgestattet. Über die verschieblichen und feststellbaren oberen Bolzen können die Wände im Raum beliebig positioniert werden. Ohne großen Aufwand lassen sich verschiedene Ausstellungssituationen herstellen, wie Kabinette oder Fensterverkleidungen.

Im Nachgang erfolgten in der Fasanenstraße die Bearbeitung der Objekte Käthe-Kollwitz-Museum, Literaturhaus Berlin, und Fasanenstrasse 27.

 

Dokumentation Villa Grisebach