Käthe-Kollwitz-Museum

Fasanenstraße 24, Berlin-Charlottenburg

Dank einer Stiftung des Kunsthändlers Hans Pels-Leusden residierte 30 Jahre das Käthe-Kollwitz-Museum im ältesten Haus der Fasanenstraße, 1870 errichtet. Die Senatsbauverwaltung beauftragte den Berliner Architekten Uli Böhme mit der Sanierung der denkmalgeschützten Fassade und der Schaffung eines neuen Dachs. Als Eigentümer beauftragte die Deutsche Bank den Architekten Dr. Dieter Hundertmark mit der Sanierung des Hauses.

Für den Stifter und seinen Adlatus Bernd Schultz übernahmen wir die Innenausstattung. Wir schlugen vor, die vorhandenen Türöffnungen in den Wandmitten der vier großen Räume pro Etage zu schließen und im Zentrum des Hauses die inneren Wandecken zu öffnen (zweites und drittes Bild). Dadurch erhielt jeder Raum drei breite Wände, die Fensterwand ist die vierte. Es gelang uns, den Kuppelsaal von Einbauten – insbesondere von der Abkofferung der Treppe – freizuhalten, indem wir uns erfolgreich bemühten, das Treppenhaus auf die Etage darunter zu erweitern, auf der eine Brandschutztür die beiden übereinanderliegenden Treppenläufe trennt. So entstand ein museales Kleinod mit hervorragenden Ausstellungsräumen und wenigen Nebengelassen auf Grund privater Initiative.

Wir verantworteten auch die Einrichtung der ersten Ausstellung.

Die drei Bilder nach den Grundrissen weisen das Verwandlungspotenzial des Kuppelsaals nach; das dritte zeigt den ehemaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen, der anlässlich des 20. Jahrestags der Museumseröffnung am 31. Mai 2006, von Museumsspots beleuchtet, im Kuppelsaal spricht.

Die Bildrechte der beiden letzten Fotos liegen beim Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, Foto: Marco Kranz.

Dokumentation Kollwitzmuseum

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