Stummfilme auf der Burg Altena

Burg Altena im Sauerland, Nordrhein-Westfalen

Zur medialen Ertüchtigung der Dauerausstellung auf Burg Altena haben wir im Zeitraum von 2019 bis heute verschiedene Videos in deutscher, englischer und niederländischer Sprache erstellt. Diese werden sowohl auf Monitoren als auch im Mediaguide gezeigt

In Raum 4 ist seit 2026 ein Film über das ›Wohnen auf der Burg‹ zu sehen, der auf einem 43-Zoll-Monitor mit Mediaplayer abgespielt wird. Eine separate Steuerungsbox neben dem Gerät ermöglicht die Wahl der Wiedergabe in Deutsch, Englisch oder Niederländisch.


auf Englisch: »Living in the rebuilt Altena Castle« und auf Niederländisch: »Wonen in de herbouwde Burcht Altena«

In Raum 24 ›Vom Handwerk zur Industrie‹ haben wir zwei Filme realisiert: »Puddelverfahren« und »Bahnhof in Altena«.

Die vertikale Anordnung des Monitors im 9:16-Format nimmt die historischen Aufnahmen im oberen Teil mit variablen Bildhöhen auf, während diese im unteren Teil synchron beschrieben werden.


auf Englisch: »Altena railway station« und auf Niederländisch: »Station in Altena«

Eine zusätzliche Bildschirmpräsentation über das Puddeln wurde von uns animiert und wird auf der auf einem Monitor in vertikaler Ausrichtung in der zweiten Nische des Raumes gezeigt.

Beide Medien laufen in Endlosschleife, können aber bei Führungen unterbrochen werden. Die entsprechenden Mediaplayer sind in den Monitoren integriert.


auf Englisch »Puddling Process« und auf Niederländisch »Puddelprocédé«

 

Drehbuch, Recherche, Bildbearbeitung
Stephan Sensen

Gestaltung, Produktion
Jürg Steiner, Víctor Martínez Galipienzo

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Stadt–Raum–Modul

»100m Zukunft« bei der IHK Berlin in der Fassanenstrasse (Wettbewerb)

1. Vorbemerkung
Die klassische Charlottenburger Straße hat drei Zonen:

  1. Fahrbahn in der Mitte, begrenzt durch Bordsteine
  2. Trottoir vor den Häusern oder Vorgärten
  3. Zwischenzone. Diese ist auf dem Niveau des Trottoirs meist mit einer Reihe Bäumen bepflanzt und mit unterschiedlichem Mobiliar bestückt: Papierkörbe, Schaltkästen, Ladestationen, Beschilderungen, Leuchtenmasten, Schwengelpumpen, Litfaßsäulen, Ruhebänken, Busstationssäulen etc. Die vorliegende Idee will diese Zone im Sinne der Challenge aufwerten und in die Vertikalität erweitern.

Interaktive Karte

Insthaus der Luisenhütte Balve-Wocklum (Märkischer Kreis)

Bevor das Publikum die Luisenhütte in Balve-Wocklum besucht, meldet es sich im gegenüber liegenden Insthaus an. Bis vor einiger Zeit war hier die Kasse in der Hüttenschänke untergebracht. Heute gilt pay what you want: auf dem Tresen der Gaststätte ist ein Behälter aus Acrylglas mit Schlitz aufgestellt, damit das Personal dezent nachvollziehen kann, was eingelegt wird. Der Vorraum, der zu einem Büro hoch- und zu den Toiletten hinunterführt, wurde als richtiger Ort für eine interaktive Informationskarte der Umgebung auserkoren. Der »Rundweg Geschichtspark Balve« kann in drei Sprachen angewählt werden und wird durch Leuchtpunkte angezeigt – der Weg mit kleinen grünen Punkten, wichtige Situationen mit orangenen größeren Kreisen, die auch auf einer Liste am rechten Rand erläutert werden. Die Karte ist als Hinterglasdruck konzipiert und demnach unbrennbar. Der Plan zeigt ein Kartenbild im Maßstab 1:1750, einzelne Glasplatten zeigen einen Ausschnitt von 1000 × 1000 Metern. Sie sind 570 x 570 mm groß und lassen eine 1,4 Millimeter breite Fuge zur nächsten Platte.

Dokumentation zur interaktiven Karte im Insthaus

Museale Umnutzung eines ehemaligen Stabhammers

Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve befindet sich im ehemaligen Stabhammer auf dem Gelände der Luisenhütte und ist in einem Aktualisierungsprozess. Alle Räume sollen zukünftig in den Museumsparcours einbezogen und nach Möglichkeit barrierefrei erschlossen werden. Wir verantworteten den Entwurfsprozess zur Neuerschließung und Konzeption der Dauerausstellung. Der hier vorgestellte Rundgang führt von der Skizze über Technische Zeichnungen zur Visualisierung.

Mitglied des Monats

Internationales Design Zentrum Berlin

»Unser Mitglied des Monats ist der Architekt sowie Ausstellungs-, Produkt- und Lichtgestalter Prof. Jürg Steiner –

Prof. Steiner begann seine Karriere als Theatertechniker in München, Genf und Berlin und absolvierte 1977 die Theatermeisterprüfung. Anschließend war er Technischer Leiter an verschiedenen Berliner Theatern.

Rückbau einer Pergola

Café Viktoria am Großen Stern, Berlin-Mitte

Freut sich der Baukünstler, wenn die Bauherrin Ute Grallert 2023 anfragt, ob er bereit wäre, die Bauleitung für den Rückbau der von ihm vor 2007 entworfenen Pergola zu übernehmen? Die historisch bedeutsame Stelle inmitten des Berliner Tiergartens dem Bezirksamt Mitte in besserem Zustand als bei der Übernahme 17 Jahren zuvor zu übergeben, entbehrt nicht eines gewissen Reizes. Wir sind gespannt, welche Nutzung die vier Torhäuser über den einen Zweck – Zugangsbauwerk der unterirdischen Tunnelanlage zur Siegessäule –  erfahren werden.

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Umnutzungsidee für eine Kirche

Kirche St. Josef, Jeserig (Groß Kreutz), Brandenburg

Der katholischen Kirche in Jeserig, einem Ortsteil von Groß Kreutz, ist die Gemeinde abhanden gekommen; die Liegenschaft steht zum Verkauf. Die Kirche ist als Baudenkmal ausgewiesen. Nach dem Entwurf des Diözesanbaurats Felix Hinssen wurde 1952 der Grundstein gelegt, und die Kirche am 11. Juli 1953 eingeweiht. Nun gilt es einen neue Nutzung zu finden.

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Waschbärenabwehr

Berlin-Westend

Über Jahre plagten Waschbären die Bewohner des Hauses Heerstraße 97 in Berlin-Westend. Kammerjäger und Dachdecker bemühten sich in regelmäßigen Abständen um Abhilfe. Ein Problem war hausgemacht: Die Wasserkaskade an der Nordostecke des Hauses ist eine bequeme Aufstiegshilfe, die von den Tieren gern benutzt wurde.

Mediale Ertüchtigung der Dauerausstellung

Burg Altena im Sauerland, Nordrhein-Westfalen

Seit 2019 werteten wir zusammen mit dem Leiter der Museen des Märkischen Kreises, Stephan Sensen, die Dauerausstellung auf Burg Altena im laufenden Betrieb auf. Verschiedene Medien verweben sich dort heute mit der vielfach gewürdigten Szenografie aus dem Jahr 2000. Ein spannender Rundgang durch die Geschichte des märkischen Sauerlands und der Burg lädt ein zur Erkundung oder zur Auffrischung der Erinnerung. Im chronologisch-thematischen Mischverfahren ist hier eine exemplarische kulturhistorischen Ausstellung zu erleben.

Solarbestimmtes Doppelhaus

Projekt in Falkensee-Finkenkrug

Jürg Steiner kaufte das Grundstück in einer wenig attraktiven Zone von Falkensee 1994. Ein Projekt in den nachfolgenden Jahren – zwei Wohnhäuser in Falkensee – ließ sich nicht durchsetzen. 2019 konkretisierte sich die Idee, ein solar bestimmtes Doppelhaus zu entwickeln.

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