Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg
Für die Ausstellung Mythen der Neuen Welt wurde 1982 eine Kunst- und Wunderkammer geschaffen und mit entsprechenden Objekten ausgestattet. Das von Ole Worm im 17. Jahrhundert in Kopenhagen eingerichtete »Museum« war wegen seiner systematischen Ordnung berühmt. Ein zeitgenössischer Stich diente uns als Entwurf. Mineralien, Ethnografika, Pflanzenreste und Tierpräparate waren säuberlich vom Kleinkunstgewerbe getrennt. Der nach dem Stich erstellte Nachbau – eine zweischalige Konstruktion aus Tischlerplatten, vornehmlich gebaut vom Museumstechniker Thomas Kupferstein – stand in der Nordrotunde des Ausstellungshauses. Die fein mattierten Fenster erzeugten einen Beleuchtungseffekt, der so natürlich wirkte, als herrschte Tageslicht in. Das Licht gelangte ausschließlich über die beiden Fenster links in den Raum. Die Gestaltung verantworteten wir mit Stephan Andreae, der es schaffte, alle Objekte aufzuspüren und auszuleihen.
Dokumentation Mythen der Neuen Welt
Fotos
Margret Nissen










