Das andere Land

Ausländische Künstler in der Bundesrepublik

Die Ausstellung der Beauftragten der Bundesrepublik Deutschland für Ausländerfragen, Liselotte Funke, wurde von Peter Spielmann, Bochum, verantwortet. Sie fand 1986 in der Großen Orangerie des Schlosses Charlottenburg in Berlin statt.
Thematik, Objektlage, Beteiligte und Ort galt es unter einen Hut zu bringen. Heinz Ohff, der Doyen der Berliner Kulturjournalisten, urteilte im Tagesspiegel vom 30. April 1986: »Hinzu kommt, dass man trotz eines hervorragenden Ausstellungsarchitekten (Jürg Steiner hat erst eben beim Umbau der Grisebach-Villa sein Können bewiesen) die Orangerie ausstellungstechnisch nicht in den Griff bekommen hat«. Das erste Bild aus Der Tagesspiegel vom 30. April 1986 zeigt den Zugang zur Orangerie mit dem Garderobenvorbau der Ausstellung Orangerie ‘86 – Deutscher Kunsthandel im Schloss Charlottenburg.

Organisation: Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen und Deplana Kunsthalle GmbH

Die Fotos 2 bis 6 stammen aus dem Landesarchiv Berlin; Fotografin: Ingeborg Lommatzsch.

 

Grundriss

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Orangerie ‘85 Deutscher Kunsthandel

Orangerie Schloss Charlottenburg

Hohe Übereinstimmung zwischen Ort und Ausstellung kennzeichnete die vierte ›Orangerie‹. Die von einem der Mentoren der Veranstaltungsreihe, dem ehemaligen Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Leopold Reidemeister, ausgerufene Losung ›Nie gegen den Raum, immer mit dem Raum‹ wurde strikt umgesetzt: Mittig vor dem Fenster steht eine Vitrine; durch Schleiernesselbespannung der Scheiben mischt sich diffuses Hinterlicht mit Kunstlicht von oben. Die axial angeordneten Stellwände werden durch diagonale Aufstellung optimal mit Tageslicht versorgt und bilden zugleich Kabinette und offene Räume.

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Europa und die Kaiser von China

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg

Zeitgleich mit Ausstellung Palastmuseum Peking – Schätze aus der Verbotenen Stadt zeigten die Berliner Festspiele im Obergeschoss eine kulturhistorische Schau, die die mannigfaltigen Beziehungen zwischen chinesischer und europäischer Kultur thematisierte.

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Palastmuseum Peking – Schätze aus der Verbotenen Stadt

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg

Die Berliner Festspiele organisierten diese erste Ausstellung aus Beständen des Palastmuseums Peking im Erdgeschoss des Martin-Gropius-Baus unter der Leitung von Lothar Ledderose und Herbert Butz. Fast alle Objekte wurden in eigens für sie hergestellten luftdichten Vitrinen gezeigt.

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Orangerie ‘84 Deutscher Kunsthandel

Orangerie Schloss Charlottenburg

Die dritte ›Orangerie‹ war ein festlicher Höhepunkt des Berliner Kulturlebens. Vor allem im Mittelraum erstrahlte dieses ›Museum auf Zeit‹ als durchkomponierte Präsentation einer Verkaufsausstellung in einem historischen Ambiente. Die Platzierung der Vitrinen und Podeste war feinfühlig auf den Raum abgestimmt. Raumtrennungen durch Stellwände wurden im zentralen Raum vermieden, die Fenster mit Gazevorhängen zu ›Scheinwänden‹ geschlossen, vor denen sogar Möbel zur Geltung kamen.

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Idee, Prozess, Ergebnis

Martin-Gropius-Bau Berlin-Kreuzberg

Im Jahr des Zwischenberichts der Internationalen Bauausstellung Berlin zeigte der Stadterneuerungsbereich im Erdgeschoss des ›Martin-Gropius-Bauhauses‹, wie der Projektleiter und Gestalter Bernhard Strecker den ehrwürdigen Palast nannte, ein Projekt, das die Tendenzen behutsamer Stadtreparatur aufspürte und Visionen für Kreuzberg aufzeichnete.

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Die wiedergefundene Metropole – Neue Malerei in Berlin

Palais des Beaux-Arts, Brüssel

Der Kurator Christos M. Joachimides spürte weitsichtig die sich anbahnende Rückkehr Berlins als Metropole. Die Westberliner Künstler, von denen auf der Abbildung links ein Bild von Salomé und dahinter eines von Helmut Middendorf zu sehen ist, fanden in dem wunderbaren, vielfach gegliederten Bau von Victor Horta einen idealen Ort der Repräsentation.

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Origen y Visión – Nueva Pintura Alemana

Museo de Arte Moderno de Ciudad de México

Die letzte Station der bereits in Barcelona und Madrid gezeigten Ausstellung war Mexico City. Das dortige Museum mit seinen geschwungenen Glaswänden verfügt praktisch über keine Wände. Die zentrale Rotunde wird durch eine freitragende, vergilbte Kuppel aus glasfaserverstärktem Kunststoff beleuchtet – das Foto zeigt diese oben im Anschnitt.

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Origen y Visión – Nueva Pintura Alemana

Palacio Velázquez, Madrid

Christos M. Joachimides stellte die Ausstellung im Auftrag des Instituts für Auslandsbeziehungen mit Werken deutscher Künstler zusammen, die sich in einer lustvoll-expressiven Malerei zum Ausdruck brachten und damit internationales Renommee erlangten. In Madrid stand nach der ersten Station Barcelona der wunderbare Palacio Velázquez im Parque del Retiro zur Verfügung.

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Fragen an die Deutsche Geschichte

Dauerausstellung im Reichstagsgebäude Berlin

Die vom Deutschen Bundestag ausgerichtete Ausstellung wurde regelmässig den laufenden Ereignissen angepasst und aktualisiert. Anfang der 1980er stand das bis dahin leere Westfoyer als Erweiterungsfläche der Ausstellung zur Verfügung. Im repräsentativen Saal hinter der gigantischen Freitreppe inszenierten die Gestalter Gestalter Claus-Peter Gross und Karl-Heinz Buller im Süden die frühe Nachkriegszeit und gegenüber die späten 1960er-Jahre im Stil eines realistischen Displays.

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