Erlwein-Theater Dresden

Umbau- und Umnutzungsplanung

Für das Musical Elisabeth in Erlwein-Theater Dresden, das erfolgreich mehrere Jahre in Wien aufgeführt wurde, sollte in Dresden ein stillgelegter Gasspeicher umgenutzt werden. Gemeinsam mit dem Dresdner Architekturbüro IPRO wurde die Entwurfs- und Ausführungsplanung  abgeschlossen und mit dem Umbau begonnen.
Der vom Dresdner Stadtbaurat Hans Erlwein geplante einmalige Gasbehälter in innovativer Gleitschalungsbetonbauweise war ein idealer Ort für das Projekt. 65 Meter Durchmesser, Höhe, fünf Nottreppenhäuser – alles in unbrennbarer Materialität, führten zu einem überzeugenden Grundriss, bei dem Bühnenhaus und Zuschauerraum je einen Halbkreis ausfüllten. Das Foyer sollte unter dem Parkett liegen, Ein Rang sollte für großstädtische Kapazität sorgen.
Schnell wurde mit dem Bauen angefangen, als erstes musste die Stahlkonstruktion der Kuppel mit dominanter Laterne für die Baulogistik gesprengt werden. Das Grundkonzept wurde während der Planung überfrachtet: über dem Theaterraum sollte noch ein ein 3D-Kino mit hoher Geräuschentwicklung entstehen, darüber eine Gastronomie. Der Wunsch nach einer Vollbühne trieb die Kosten weiter ins Unermessliche. Die beiden eigens für das Projekt gegründeten Tochterfirmen von Babcock und Hochtief gingen in die Insolvenz. Wir kamen mit einem blauen Auge davon, allerdings schmerzte besonders der Verlust eines höchst attraktiven Projekts.

1 bis 8 Skizzen als Entschlusssvorlagen,
9 bis 13: Die Zeichnungen zeigen den Hauptzuschauerraum in Erlwein-Theater Dresden mit zwei Rängen und ausgeprägter, akustisch bedingter Scheinsäulenarchitektur der Wände. Die Bühnenkante liegt auf der Mittellinie.
14 bis 16 Vorschläge für das Nachtbild ohne Anstrahlung dafür mit viel Ausstrahlung.
Die weiteren Bilder sind aus dem Jahr 2000, mit zugemauertem Eingang, von der Bahn aus – traurig ohne die zerstörte Kuppel – und ein wehmütiger Architekt an einer wunderbar gefertigten und nicht mehr eingebauten Säule aus Schleuderbeton, inzwischen von grün überwuchert.

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