Joseph Beuys Skulpturen und Objekte

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg

Der langjährige Sekretär von Joseph Beuys, Heiner Bastian, stellte für die europäische Kulturhauptstadt 1988 Berlin die erste umfassende Retrospektive des Künstlers nach dessen Tod zusammen.

Die großen Galerien des Haues waren ideal für Beuys’ raumgreifende Installationen, von denen auf dem ersten Bild ein Ausschnitt des Werks »Zeige deine Wunden« abgebildet ist. Dezente Absperrungen hinderten das Publikum, das Raumbild zu betreten. Fahles Licht im zentralen Lichthof, das der Künstler schon bei der Zeitgeist-Ausstellung 1982 verlangte, erzeugten wir hier exemplarisch: Schatten waren nur angedeutet, eine breit gestreute Lichtquelle von oben betonte die Künstlichkeit der Szenerie. An die Innenwand des Rings im Lichthof waren Rahmen mit der Serie »A Secret Block of a Secret Person in Ireland« gelehnt (Bilder 2–5), auf dem Umgang im Obergeschoss hingen weitere Arbeiten dieses Zyklus (Bild 6). Das zweitletzte Bild zeigt die Installation »Plight«, für die ein Raum der Londoner Galerie Anthony D’Offay im Martin-Gropius-Bau nachgebaut wurde. Die Briefmarke zu 80 Pfennig trugen wir lange bei uns, um, wenn angezeigt, zeigen zu können, was Beuys für eine vorbildliche Vitrinengestaltung hielt.

Bilder 1 und 10–18: Archiv Steiner
Bilder 2, 3, 6 und 9: aus Winnetou Kampmann, Ute Weström (Hg.): Martin-Gropius-Bau – Die Geschichte seiner Wiederherstellung, München, London, New York 1999, Bildnachweis: Oltmann Reuter.
Die Schwarzweißfotografien von der Pressekonferenz stammen aus der Sammlung von Jürgen Henschel, FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Berlin

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